Das erste Treffen
Broschüre Quartier Steinbahn - Vorderseite - © BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

Das erste Treffen

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Heute fand das erste Treffen statt. Thomas Schmitz, Vorstand der BürgerEnergie Rhein-Sieg eG, hatte per E-Mail zum Zoom-Meeting eingeladen und so lernte sich die neue Interessengemeinschaft kennen. Die Runde war bunt gemischt: Von Menschen ohne Auto, die manchmal ein Auto brauchen, über Ein-Auto-Besitzer*innen, die doch manchmal gerne ein zweites hätten, bis hin zu Zwei-Autos-Besitzern*innen, die nur noch eines haben wollen, war alles vertreten. Man traf auf Bekannte aus der Nachbarschaft, Familien mit Kindern und völlig neue Gesichter. Auch ein Neugeborenes war kurzzeitig bei der Videokonferenz dabei.

Nach einer kurzen Einführung von Judith, der Initiatorin unserer Nachbarschaftsinitiative, stellte Thomas Schmitz zuerst die Genossenschaft BürgerEnergie Rhein-Sieg eG vor. Die Genossenschaft ist regional aktiv und realisiert Erneuerbare-Energien-Projekte, wie Photovoltaikanlagen, regionalen Strom mit dem Angebot Bürgerstrom, betreibt aber auch Carsharing-Autos: Das BürgerAuto im Veedel.

Dann ging es ans Eingemachte, das geplante Carsharing-Projekt.

Carsharing hat viele Vorteile: Es spart Parkplätze und lässt mehr Raum für Kinder und andere Anwohner*innen. Man muss sich nicht mehr um den TÜV, den Reifenwechsel und die Versicherungen des Autos kümmern und es kann sich auch für den Geldbeutel lohnen. Und mit einem E-Auto holt man sich die mobile Zukunft ins Wohnviertel: ruhigeres Fahren, geringere Kosten pro Kilometer, sauberere Luft und auch eine menge Fahrspaß, zum Beispiel wenn man mit dem E-Antrieb an der Ampel die meisten konventionellen Autos hinter sich lässt.

Thomas Schmitz stellte ein bestehendes BürgerAuto-Projekt vor und erklärte anhand von diesem die Konditionen und Preise des geplanten Carsharing-Abos. Er betonte dabei aber, dass jedes Projekt anders ist und dass eigens für die jeweilige Situation vor Ort kalkuliert wird. Besonder wichtig: Am Anfang müssen genug Interessenten zusammenkommen, damit die BürgerEnergie die Investition tätigt, und das Auto muss sich dann im Betrieb mit den Nutzern aus dem Viertel selbst finanzieren.

Interessant war in desem Zusammenhang zu hören, dass die BürgerEnergie Rhein-Sieg eG mit mehreren anderen Genossenschaften europaweit beim Thema Carsharing zusammenarbeitet. Alles rund ums Auto – wie die Carsharing App, die technische Plattform und die Verwaltung im Hintergrund – wird zusammen entwickelt und betrieben: THE MOBILITY FACTORY SCE

Aber zurück zu unserem möglichen E-Auto. Thomas Schmitz erklärte noch das weitere Vorgehen. Der nächste Schritt wäre eine Probefahrtmöglichkeit für uns, damit wir das E-Auto vorab einmal fahren und erleben können. In früheren Projekten wurde dafür das Auto für einen Samstag in das Wohnviertel geholt und Interessenten konnten es für 15 Minuten fahren und ausprobieren. Das ist aktuell problematisch. Corona und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen werfen für dieses Vorhaben größere Hürden auf. Es wird also spannend, ob die Probefahrt klappt.

Ob und wie die Probefahrt zustande kommt, steht im nächsten Blogpost.

Disclaimer: Dieser Blogpost wurde nachträglich geschrieben und zurückdatiert.